Yoga stärkt die Willenskraft

Die Wirkungsweise von Yoga ist unspezifisch. Yoga wirkt auf Körper, Geist und Psyche ausgleichend, harmonisierend und kräftigend. Die Konzentration wird gefördert, die Wahrnehmung geschärft. Yoga wirkt Stress abbauend und tiefen-entspannend.


Yoga kann in der Suchttherapie zur Reduktion von vegetativen Begleiterscheinungen im Entzug bei körperlicher Abhängigkeit eingesetzt werden. Die Willensstärke und psychische Widerstandskraft, die notwendig sind, um von den Suchtmitteln fernzubleiben, wird gestärkt. Daneben wird durch Yoga eine verbesserte Körper- und Selbstwahrnehmung erreicht. Dies führt zu der Entwicklung eines Widerwillens gegen Stoffe und Verhaltensweisen, die einem nicht wirklich gut tun und unterstützt damit den Weg zu dauernder Freiheit von den suchterzeugenden Dingen. Yoga hilft weiterhin den oft hoffnungslosen Patientinnen und Patienten, neue Wege für sich zu entdecken.


Studien zeigen, dass durch Yoga eine geringere Komplikationsrate im Entzug erzielt wird, die Abstinenzzeiten im Vergleich zu anderen Therapieansätzen im Durchschnitt länger sind. Auch lässt sich in einem hohen Prozentsatz eine vollständige Abwendung von den Suchtmitteln nachweisen.

 

Für Nicht-Abstinenzler: Alkohol ist ein sedierender Giftstoff, der müde macht und Yoga wirkt in einer solchen Situation wie Redbull im Wodka: Der Zucker steigert die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Alkohol und macht extrem (schnell) betrunken. Yoga wirkt noch effektiver als jeglicher Zucker und steigert jede im Körper enthaltene Substanz sehr wesentlich in ihrer Wirksamkeit! Es ist also größte Vorsicht geboten man sollte sich eventuell von dem Gedanken trennen, dass ein “gemütliches Glas Wein” und Yoga prima zusammen passen; sie tun es nämlich nicht. Yoga ist nur in nüchternem Zustand effektiv und kann nur in diesem sicher durchgeführt werden.

 

Alkohol zählt zu den grob tamasigen* Nahrungsmitteln, welche den Geist trüben, ungesund sind und der Meditation nicht zuträglich sind. Alkohol gehört zu den "5 K-s", das heißt den 5 "Kein...". Folgende Sattwa-Regeln gelten:

  • Kein Fleisch
  • Kein Fisch
  • Kein Alkohol
  • Kein Tabak
  • Keine illegalen Drogen

*Es gibt drei Arten von Ernährung, sattwige Ernährung, rajasige Ernährung und tamasige Ernährung. In der Bhagavad Gita sagt Shri Krishna zu Arjuna: “Es gibt drei Arten von Nahrung, die die Menschen jeweils bevorzugen. Nahrung, die Vitalität, Energie, Kraft, Gesundheit und Freude steigert, die köstlich ist, mild, nahrhaft und angenehm, wird von den Reinen bevorzugt. Leidenschaftliche Menschen mögen bittere, saure, salzige, sehr scharfe, würzige, trockene und brennende Speisen, die Schmerz, Kummer und Krankheit hervorrufen. Nahrung, die abgestanden, geschmacklos, faulig, verwest und unrein ist, wird von den Tamasigen bevorzugt.”


Milch, Gerste, Weizen, Getreide, Butter, Käse, Tomaten, Honig, Datteln, Früchte, Mandeln und Kandiszucker sind sattwig. Sie machen den Geist rein und ruhig und spielen eine sehr wichtige Rolle in der Praxis der spirituellen Aspiranten, in der geistigen Entwicklung eines Schülers und in der Kraft der Persönlichkeit der Führer der Menschheit. Fisch, Eier, Fleisch, Salz, Chilli und Asafötida sind rajassig; sie heizen die Leidenschaft an und machen den Geist unruhig, unstet und unkontrollierbar. Rindfleisch, Wein (Alkohol in unserem Fall), Knoblauch, Zwiebel und Tabak sind tamassig. Sie haben einen sehr ungesunden Einfluß auf den menschlichen Geist und erfüllen ihn mit Gefühlen von Zorn, Dunkelheit und Müßiggang. Aus: "Göttliche Erkenntnis", von Swami Sivananda.