Therapie


Der Erfolg hängt meist mehr von der Motivation des Süchtigen ab als von der Art und Dauer einer Therapie. Je eher eine Alkoholkrankheit behandelt wird, desto besser ist die Erfolgsaussicht. Ist der Patient einsichtig und hat den starken Wunsch mit dem Trinken aufzuhören, hat er gute Chancen. Leider dauert es aber in der Regel viel zu lang, bis diese Einsicht zutage tritt. Vielen Menschen gelingt der Wandel erst im Alter zwischen 40 und 50 Jahren oder sogar später. In diesen Fällen meist aus einer Reflexion auf die Erfahrungen und Erlebnisse der Vergangenheit hin.

 

Etwa 15 Prozent schaffen es, langfristig abstinent zu bleiben, während bis zu 85 Prozent aller nur entgifteten alkoholabhängigen Patienten rückfällig werden. Vor allem im ersten halben Jahr nach einer Entgiftung ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, rückfällig zu werden.

 

Entwöhnungstherapien können die Chancen bessern. Auch die unterstützende Behandlung mit Medikamenten (Anti-Craving-Substanzen) nach einer Langzeittherapie verspricht Erfolge. Auf jeden Fall sinnvoll ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe.

  
Schwere Rückfälle machen erneuten Entzug mit anschließender Therapie unumgänglich. Viele Patienten gelangen erst nach mehreren Therapiemaßnahmen zu stabiler Trockenheit. Rückfälle sind auch nach Jahren und sogar Jahrzehnten noch möglich.