Psychotherapie


Typisch für eine Alkoholproblematik ist, dass sie häufig zusammen mit anderen psychischen Störungen auftritt. Am häufigsten kommen dabei Depressionen, Angststörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Medikamentenmissbrauch vor. Diese können eine Folge des Alkoholproblems sein – sie können aber auch schon vorher bestanden und dann möglicherweise das problematische Trinken ausgelöst haben.


Chancen einer (Psycho-) Therapie
Den meisten Betroffenen gelingt es nur mithilfe einer Therapie, das Alkoholproblem zu überwinden. Doch selbst nach erfolgreicher Therapie wird ein Teil der Patienten nach einiger Zeit wieder rückfällig. So werden nach einer stationären Therapie etwa 50 Prozent der Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit im Lauf von ein bis zwei Jahren wieder rückfällig, nach einer ambulanten Therapie sind es 60 Prozent.


Wer an einer Alkoholabhängigkeit leidet, sollte sich bewusst machen, dass seine Erkrankung nicht „geheilt“ werden kann. Selbst wenn jemand sehr lange Zeit abstinent gelebt hat, kann es auch nach Jahren oder Jahrzehnten wieder zu einem Rückfall kommen. Das bedeutet, dass die Betroffenen eine hohe Motivation haben müssen und sich ständig darum bemühen müssen, abstinent zu leben.