Vorbeugung

Angesichts der hohen Verbreitung der Alkoholkrankheit und der daraus entstehenden Folgen entwickelten Anfang der 1970er Jahre erste Firmen Alkoholpräventionsprogramme. In vielen, aber noch nicht allen Betrieben gibt es Ansprechpartner, oft aus dem Kreis der Belegschaft, als betriebliche Suchthelfer und Suchtbeauftragte mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungen, die zusammen mit dem Betriebsarzt arbeiten. Sie können Partner für vertrauliche Gespräche sein, aber auch bei disziplinarischen Gesprächen mit auffällig gewordenen Mitarbeitern und deren Vorgesetzten zugegen sein und über das weitere Vorgehen mit beraten. Zum Beispiel hat die Universität Münster eine detaillierte Dienstvereinbarung, wie im Falle von suchtauffälligen Mitarbeitern vorgegangen wird.

 

In vielen europäischen Ländern laufen koordinierte Aufklärungskampagnen zum Thema Alkohol, in Deutschland ist z. B. bekannt: „Alkohol? Kenn Dein Limit!“

 

Experten der Weltgesundheitsorganisation stellten außerdem fest, dass hohe Alkoholpreise den Alkoholkonsum bei Jugendlichen vermindern (siehe auch: Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen). Auch das Binge Drinking also Trinkgelage und exzessives Rauschtrinken werden dadurch reduziert. Ein komplettes Verbot (Prohibition) löst das Problem nicht. Die Prohibition in den Vereinigten Staaten hat gezeigt, dass Schmuggel und Schwarzbrennerei dies unterwandern können und der Alkoholkonsum in der Illegalität noch schwerer zu kontrollieren ist. Die Kommission sieht die Werbung für alkoholische Getränke sehr problematisch. Auch die Verknüpfung mit Sponsorschaften und andere positive Darstellungen von Alkohol fördern den Konsum.


Alkoholprävention wäre im Grunde einfach! Effiziente Präventionsmaßnahmen wurden mit Förderung der Europäischen Kommission für 22 europäische Länder getestet und bewertet, auch für Deutschland. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis:

  • Preisanhebungen durch Steuererhöhungen,
  • zeitliche Begrenzung des Verkaufs,
  • Promillekontrollen im Straßenverkehr,
  • eine effektive gesetzliche Regulierung der Werbung
  • und Maßnahmen zur Früherkennung und Frühinterventionen in der Gesundheitsversorgung

sind wirksame Präventionsmaßnahmen, die auch noch kostengünstig sind.



null-alkohol-voll-power.de



DON'T DRINK AND DRIVE

 

Eigentlich sollte es jedem Autofahrer klar sein: Alkohol am Steuer ist ein absolutes Tabu. Dennoch werden in Deutschland jährlich mehrere Tausend Verkehrsunfälle durch betrunkene Fahrer verursacht.

 

Eine Alkoholfahrt bedeutet nicht selten den langjährigen Verlust des Führerscheins, hohe Geldstrafen oder gar schwerwiegende Verletzungen der Involvierten. Eine Initiative der Cosmosdirekt Versicherung mit aktuellen Zahlen und Echtzeitdaten. Einfach auf das Bild klicken und informieren!


SUCHT Themenjahr 2016

Wo suchen Sie Ihr Glück? Was berauscht Sie?

Was tun Sie, wenn es Ihnen nicht gut geht, Sie Sorgen haben, traurig oder wütend sind? Mehr arbeiten, zum Sport gehen, ein Glas Wein trinken oder schnell etwas Neues kaufen? Setzen Sie sich vor den PC, um sich abzulenken oder muss eine Zigarette her? Vielleicht hilft ja auch schon die Kopfschmerztablette, um schnell wieder fit zu sein.

Haben Sie morgens schon mal gedacht: „Heute rauche ich nicht! Heute trinke ich nicht! Heute kiffe ich nicht! Heute checke ich meinen Status auf Whats App nicht!“

Und dann ist es trotzdem wieder anders gekommen. Die Landeshauptstadt Dresden möchte mit Ihnen im Jahr 2016 zu diesen und vielen weiteren Facetten unserer aller Süchte und Sehnsüchte ins Gespräch kommen.


Sie finden unter www.dresden.de/Sucht alle aktuellen Informationen zu Veranstaltungen, die wir im Jahr 2016 unter diesem Motto mit vielen Partnerinnen und Partnern aus unterschiedlichen Bereichen anbieten.
Sie können uns auch gern Ihre Anregungen und Wünsche zu Themen und Veranstaltungen mailen.


Es lohnt sich, reinzuschauen!
E-Mail: suchtbeauftragte@dresden.de




Auch die Alkoholindustrie hat entsprechende Marketingaktionen gestartet. Aus Gründen der Fairness und Vollständigkeit hier entsprechende Angebote: